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Hospizliche Begleitung und Palliative-Care-Versorgung in Deutschland (HPCV-Studie) Die hospizliche und palliative Versorgung stagniert in Deutschland auf mangelhaftem Niveau. Von den 830.000 Menschen, die im Jahr 2008 starben, wurden nur 12,5 Prozent hospizlich oder palliativ begleitet (2007: 12,6%). Benötigen würden aber etwa 60 Prozent der Sterbenden eine solche Begleitung. Das heißt, dass vier von fünf Sterbenden, die hospizliche bzw. palliative Angebote brauchen würden, keine Hilfe bekommen. (HPCV-Studie 2008) Die eklatante Unterversorgung erstreckt sich über alle Bereiche: Gerade einmal 50.800 Menschen, das sind 6,1% der Sterbenden, wurden im Jahr 2008 zu Hause, in einem Pflegeheim oder im Krankenhaus ehrenamtlich hospizlich begleitet. 19.000 Menschen (2,3%) starben in einem stationären Hospiz. Und 33.700 Menschen (4,1%) wurden auf einer Palliativstation betreut. Demgegenüber starben rund 393.000 Menschen ohne jegliche Begleitung, obwohl sie diese dringend benötigt hätten. Auch die Umsetzung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung ist enttäuschend. Trotz der Einführung des Rechtsanspruchs darauf im April 2007 gibt es bislang nur eine Handvoll Anbieter. Zu wenige, um sie statistisch zu erfassen. Die HPCV-Statistik führt klar vor Augen: Es reicht nicht aus, genügend ambulante Dienste, stationäre Hospize und Palliativstationen zu schaffen, um die Lage der Schwerstkranken und Sterbenden zu verbessern. Die Politik darf sich nicht länger hinter der Vorstellung verstecken, den Herausforderungen könne allein durch die Kraft der vielen ehrenamtlichen Helfer begegnet werden. Vielmehr ist ein grundsätzlicher Schwenk in der Gesundheitsversorgung der Schwerstkranken und Sterbenden nötig. Der Schlüssel zum Wandel ist, ‚Hospiz’ nicht als ein bestimmtes Haus oder einen bestimmten Dienst zu begreifen, sondern als umfassendes Konzept, das überall dort Einzug halten muss, wo Menschen sterben. |
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