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Hospizliche Begleitung und Palliative-Care-Versorgung in Deutschland (HPCV-Studie) Bezüglich hospizlicher Begleitung und Palliative-Care-Versorgung klafft in Deutschland nach wie vor eine enorme Versorgungslücke. Die Leistungserbringer können den Bedarf bei weitem nicht decken. 78 Prozent der Menschen, die auf hospizliche und palliative Begleitung angewiesen wären, haben keinerlei Zugang zu entsprechenden Angeboten. Das sind jedes Jahr 396.453 Menschen. Noch alarmierender ist das Ergebnis der HPCV-Studie 2010 unter Berücksichtigung der Qualität, die die unterschiedlichen Anbieter von Sterbebegleitungen zu leisten in der Lage sind: Die Zahl der Sterbenden, die derzeit jedes Jahr hospizliche und palliative Leistungen benötigen, aber keine entsprechende professionelle Unterstützung erhalten, liegt bei ungefähr 435.000 Menschen. Die HPCV-Statistik führt auch in diesem Jahr klar vor Augen: Es reicht nicht aus, genügend ambulante Dienste, stationäre Hospize und Palliativstationen zu schaffen, um die Lage der Schwerstkranken und Sterbenden zu verbessern. Die Politik darf sich nicht länger hinter der Vorstellung verstecken, den Herausforderungen könne allein durch die Kraft der vielen ehrenamtlichen Helfer begegnet werden. Vielmehr ist ein grundsätzlicher Schwenk in der Gesundheitsversorgung der Schwerstkranken und Sterbenden nötig. Der Schlüssel zum Wandel ist, ‚Hospiz’ nicht als ein bestimmtes Haus oder einen bestimmten Dienst zu begreifen, sondern als umfassendes Konzept, das überall dort Einzug halten muss, wo Menschen sterben. |
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