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der Patientenschutzorganisation
Deutsche Hospiz Stiftung
2004








16.09.2004
Deutsche Hospiz Stiftung: Belgische Zahlen über Euthanasie sind erschreckend

Dortmund. Mit Bestürzung reagiert die Deutsche Hospiz Stiftung auf die erstmalige Veröffentlichung einer Euthanasie-Studie aus Belgien. Nach einem Vorbericht der Zeitung „La Libre“ sind 260 Menschen in den ersten 15 Monaten nach der Legalisierung der aktiven Sterbehilfe gezielt von Ärzten getötet worden. „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Anstatt auf eine gute Versorgung der Patienten am Lebensende zu setzen, werden Schwerstkranke mittels Giftspritze entsorgt“, sagt Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung. Besonders Besorgnis erregend ist, dass auf den niederländischsprachigen Teil des Landes 80 Prozent der Fälle entfallen. Brysch: „Das bestätigt, dass dort, wo Euthanasie salonfähig ist, die Zahl der Tötungen steigt. Mit Selbstbestimmung hat dies nichts zu tun. Denn sonst wäre die Verteilung in ganz Belgien gleich. Ebenso ist über die Dunkelziffer, die in den Niederlanden bei über 50 Prozent liegt, nichts bekannt. Es ist entsetzlich anzunehmen, dass das System Euthanasie fehlerfrei funktioniert. Denn sonst wären auch Missbrauchsfälle bekannt geworden.“

Hintergrund

Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI hat der Stiftung sein Spendensiegel verliehen, das Markenzeichen seriöser spendensammelnder Organisationen. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.




























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