![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Pressemitteilungen der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung 2003
17.12.2003
Pfleger tötet 40 Menschen in den USA. Deutsche Hospiz Stiftung warnt vor Tatort Altenpflege. Auch in Deutschland Dortmund. In den USA hat ein Krankenpfleger 40 Patienten aus einem Altenheim mit einer Giftspritze getötet. Auch in Deutschland gibt es immer wieder solche Fälle. Jüngstes Beispiel ist der Fall eines Pflegers in Berlin, der sich selbst als „Todesengel“ offenbart hatte. Er wurde zwar am Dienstag mangels Beweisen freigesprochen. Aber die Todesfälle in der Klinik bleiben nach wie vor ungeklärt. Die Deutsche Hospiz Stiftung weist deshalb auf die Gefährdung Schwerstkranker und Sterbender überall in der Altenpflege hin. Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Patientenschutzorganisation: „Morde durch Pflegepersonal kommen immer wieder vor.“ Er verweist auf eine Studie, die ein Täterprofil erstellt hat: Die meisten Täter sind männlich, nach der ersten Tötung sinkt ihre Hemmschwelle. Die Tötung wird meist mit in der Pflege üblichen Medikamenten vollzogen. Brysch: „Nirgendwo ist es so unauffällig zu töten wie bei Schwerstpflegebedürftigen – Tatort Altenpflege.“ Der Anwalt der Schwerstkranken fordert Menschenwürde überall Laut Brysch wird an diesen Missständen deutlich: „Das Personal ist häufig völlig überfordert. Schuld ist aber auch die Einschätzung vieler gesunder Menschen, wann ein Leben unwert sei.“ Die Betroffenen sehen dies meist ganz anders. Doch in der öffentlichen Diskussion werden Einzelschicksale aus dem Blickwinkel der Gesunden eingeordnet. „Der einzige Daseinszweck für alte Menschen ist in dieser Denkweise ein früher Tod, nicht ein menschenwürdiges Leben“, so Brysch. Die Deutsche Hospiz Stiftung,die sich als Anwalt der Schwerstkranken und Sterbenden versteht, fordert daher einen radikalen Systemwechsel im Gesundheitswesen. Hochbetagte, Schwerstkranke und Sterbende müssen überall menschenwürdige Rahmenbedingungen vorfinden. „Mangelnde Pflege, Vernachlässigung der Aufsicht und Kostendruck ist auch eine Form der aktiven Sterbehilfe“, sagt Brysch. „Nötig sind statt dessen menschliche Zuwendung, psychosoziale Begleitung und Palliativmedizin.“ Hintergrund Die gemeinnützige und unabhängige Deutsche Hospiz Stiftung ist die Patientenschutzorganisation der Schwerstkranken und Sterbenden. Sie finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Beiträgen von über 55 000 Mitgliedern und Förderern. Schirmherrin der Stiftung ist die Schauspielerin Uschi Glas.
26.09.2003 Deutsche Hospiz Stiftung: Schwerstkranke brauchen keine Hilfe zum Suizid, sondern Hilfe zum Leben
18.09.2003 Deutsche Hospiz Stiftung: Finanzminister Eichel tritt die Rechte der Schwerstkranken mit den Füßen
10.07.2003 BGH-Beschluss zu Patientenverfügungen nicht haltbar - Deutsche Hospiz Stiftung fordert Korrektur
10.04.2003 BGH-Entscheidung schafft Chaos - Deutsche Hospiz Stiftung: Politik hat beim Betreuungsgesetz versagt
13.02.2003 OLG München: Wachkomapatient ist kein Sterbender - Deutsche Hospiz Stiftung begrüßt Urteil
20.01.2003 Beratungshotline der Deutschen Hospiz Stiftung beweist - Frauen werden am Ende allein gelassen |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Service Patientenverfügung
0231 / 73 80 730030 / 28 44 48 40 089 / 20 20 810 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||